Es gibt Momente im Leben, in denen zwei Männer erkennen müssen:
Diese Stadt ist nicht groß genug für uns beide.
„This town ain’t big enough for both of us“, sangen dereinst die Sparks. Aber auch Filmklassiker wie „High Noon“ weisen darauf hin, dass einem Orte auch „zu klein“ werden können.
Der Western hat für solche Situationen über Jahrzehnte ein bewährtes Verfahren entwickelt.
Verkniffene Gesichter.
Lange Blicke.
Langsame Schritte.
Eine menschenleere Straße.
Irgendwo spielt eine Mundharmonika, und spätestens jetzt weiß jeder: Einer von beiden wird die Stadt verlassen.
Als Tommy Rogers damals aus Buseck wegzog, beschlossen Marty Wallace und Reimund Klang, diesen historischen Einschnitt angemessen filmisch zu würdigen.
Also drehten wir einen Western.
Mit Kamerafahrten, Nahaufnahmen, Schritten durch herbstliches Laub, Cowboyhüten, Lederjacken, bedeutungsschweren Blicken und einer derart kitschigen Westernmusik, dass eigentlich spätestens nach drei Takten irgendwo ein Saloon hätte erscheinen müssen.
Schließlich stehen sich die Kontrahenten gegenüber.
Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt.
Showdown in Bad Buseck entstand als Abschiedsfilm für Tommy Rogers – und als kleiner Beweis dafür, dass man für einen Western weder Monument Valley noch Pferde noch Revolver benötigt.