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Doppelkopf: ein Mann wird geklont – das hat er jetzt davon!

Frei nach Schopenhauer entstand im Laufe der menschlichen Evolutionsgeschichte die Kultur nur deshalb, weil es der Mensch äußerst schwer aushält, mit seinen Gedanken und seinen Gefühlen alleine zu sein.

Lockdown. Kontakte eingeschränkt, Treffen schwierig, Menschen sitzen allein zu Hause und stellen fest, dass Sozialkontakte offenbar doch ganz praktisch sind.

Was also tun?

Man klont sich einfach selbst.

Eigentlich eine hervorragende Idee. Nur löst Technik bekanntlich jedes Problem am zuverlässigsten dadurch, dass sie anschließend ein paar neue bereitstellt.

Denn Sicht des Klons ist die Sache vollkommen klar: Der andere ist die Kopie.

Auf wen bezieht sich der Mietvertrag? Wem gehören die Sachen in der Wohnung? Wer darf über das Konto verfügen? Und besonders interessant: Wessen Freundin ist eigentlich die Frau des Hauses?

So war das nicht gedacht.

Dummerweise sitzt der Klon auf dem eigenen Sofa, beansprucht das eigene Leben und hält einen selbst für überflüssig.

Wer glaubt, mit sich selbst könne man wenigstens keinen Streit bekommen, hat sich offenbar noch nie geklont.

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Thema von Anders Norén