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Die Kur 4: Die Abrechnung

Manche medizinischen Behandlungen brauchen Zeit.

Diese hier brauchte sogar mehrere Filme.

In den ersten drei Teilen von Die Kur hatte Marty Wallace bereits einiges hinter sich gebracht. Medikamente wurden ausprobiert, Nebenwirkungen traten auf, die Wirklichkeit wurde zunehmend verhandelbar – und schließlich endete Marty in der Psychiatrie.

Bis zum vierten Teil war allerdings einige Zeit vergangen.

Tommy Rogers, der die ersten Filme gemeinsam mit Marty gedreht hatte, war inzwischen beruflich so eingespannt, dass er bei der Fortsetzung nicht mehr mitwirken konnte. Reimund Klang, der bereits beim dritten Teil zur Filmcrew gestoßen war, übernahm deshalb gemeinsam mit Marty Wallace die Aufgabe, die Geschichte weiterzuführen.

Nun bestand allerdings ein Problem:

Für aufwendige Nachdrehs fehlten leider die Stuntmen.

Darauf weist der Film vorsichtshalber gleich zu Beginn hin.

Also werden die bisherigen Ereignisse rekonstruiert, während Reimund Klang zusammenfasst, wie aus einer zunächst überschaubaren Kur eine Geschichte wurde, die schließlich in die Psychiatrie führte.

So weit die Rückschau.

Nach endlos scheinenden Medikamententests findet sich Marty Wallace mit derart vielen Halluzinationen in seiner Zelle wieder, dass es reichlich eng wird. Da die Klinikleistung keine Motivation erkennen lässt dieses Problem für ihn ernsthaft anzugehen, kümmert er sich selbst darum.

Und Marty hat inzwischen einen Entschluss gefasst:

Ihn hält nichts mehr.

Nach seiner Flucht will er die Angelegenheit mit dem verantwortlichen Arzt persönlich klären.

In der Praxis trifft er zunächst nur auf dessen Sprechstundenhilfe. Der Doktor sei gerade nicht zu sprechen.

Er weiht seinen neuen Holzgrill ein.

Marty macht sich auf den Weg.

Und da ein sachliches Arzt-Patienten-Gespräch nach den bisherigen Erfahrungen offenbar wenig erfolgversprechend erscheint, nimmt er vorsichtshalber einen Stock mit.

Der Arzt besitzt allerdings einen Reisigbesen.

Die Kur 4 – Die Abrechnung zeigt damit, dass medizinische Meinungsverschiedenheiten durchaus schlagfertig ausgetragen werden können.

Über die therapeutische Wirksamkeit eines Reisigbesens liegen uns bislang keine belastbaren Studien vor.

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Thema von Anders Norén