Es gibt Dinge im Leben, die erledigt werden müssen, obwohl man selbst gerade überhaupt keine Lust darauf hat.
Zur Arbeit gehen zum Beispiel.
Was läge also näher, als sich selbst zu klonen? Während der eine arbeitet, kann der andere ausschlafen, faulenzen und sich den angenehmen Dingen des Lebens widmen.
Das Problem beginnt dort, wo der Klon entdeckt, dass auch er lieber ausschlafen und sich den angenehmen Dingen des Lebens widmen möchte.
Ein zweites Ich teilt nicht nur die Arbeit. Es geht auch an denselben Kühlschrank. Besonders ärgerlich, wenn dort gestern noch ein letztes Bier stand. Und spätestens wenn der Doppelgänger Interesse an der eigenen Frau entwickelt, bekommt die Sache eine gewisse Dringlichkeit.
Der zweite Mann will nicht bloß die Hälfte der Arbeit. Er will auch die Hälfte vom Leben.
Und plötzlich stellt sich eine völlig neue Frage:
Wie wird man sich selbst eigentlich wieder los?